Anwendungsbeispiel für Eichpegelgeneratoren CSG: Fehlersuche in Antennenanlagen

Es ist schon ärgerlich, wenn Kabel, Umschalter oder selbst Steckverbinder Kontaktfehler oder Kurzschlüsse aufweisen. Besonders ärgerlich ist es, wenn man die Fehlerfolge erst nach dem Aufbau der Anlage beim ersten Einschalten bemerkt. Daher prüfen erfahrene Praktiker alle Komponenten vor dem Einbau. In vielen Fällen genügen schon eine einfache Gleichstromprüfung mit einem Vielfachmesser. Allerdings gibt es eine Reihe von Anlagen, die sich nur mit Signalen im Bertriebsfrequenzbereich untersuchen lassen. Dies ist immer dann der Fall, wenn frequenzabhängige Bauteile wie Filter, Trennkondensatoren, Speiseweichen oder Übertrager im Signalweg liegen. Hierbei ist die Anwendung des Eichspektrums aus dem CSG besonders einfach, weil
  1. der Signalpegel genau bekannt ist und
  2. dieser Eichpegel in allen Bändern gleichzeitig erzeugt wird.
Dies ist praktisch, weil man - anders als bei einem Meßsender - weder Frequenz noch Pegel für jeden Meßpunkt erneut einstellen muß.
Ganz besonders bei der Fehlersuche am Mast ist zu schätzen, daß das batteriebetriebene CSG in die Hosentasche paßt und auch auf Grund des geringen Gewichtes ohne weitere Befestigung frei am Kabel hängen kann.


Die folgende Aufstellung zeigt die durch die oben genannten Bauteile bedingten Durchlaßkurven:

Tabelle mit Durchlaßkurven von Bandfilter / Übertrager / Trenn-C / Speiseweiche
Bild 1: Bauteile und zugehörige Durchlaßkurven


Wenn solche Bauteile im Signalweg liegen, benötigt man eine Anordnung nach folgendem Schema:

Bild 2: Anschlußschema beim Prüfen mit Hochfrequenz


Zur Prüfung wird die Hochfrequenz aus dem S9-Anschluß des Eichpegelgenerators CSG am Antennenanschluß eingespeist. Am angeschlossenen Empfänger kann nun auf der interessierenden Frequenz abgelesen werden, ob das eingespeiste Signal noch in ausreichender Stärke empfangen wird. Da der Ausgangspegel des CSG genau bekannt ist, kann man am Empfänger aus der Abweichung vom S9-Pegel sofort die tatsächlich vorhandene Durchgangsdämpfung der Verkabelung ermitteln. Die so gemessene Durchgangsdämpfung sollte im Kurzwellenbereich 0,5dB bis 3dB nicht überschreiten. Das ist höchstens eine halbe S-Stufe, und das gilt auch nur für den Empfangsweg. Andernfalls sollten Sie die beteiligten Bauteile einzeln untersuchen. Dabei ist es zweckmäßig, zunächst das von der Antenne aus gesehen erste Bauteil (im Bild das Kabel 1) zu entfernen und das CSG wieder am verbleibenden Leitungsweg (also am Verbinder) anzuschließen. Jetzt ist die Verringerung der Durchgangsdämpfung am Empfänger ablesbar. So tastet man sich weiter vor, bis das Bauteil mit der zu hohen Dämpfung gefunden ist.

Hinweis:
wenn die Anzeigegenauigkeit des Empfängerinstruments nicht bekannt ist, sollte man zunächst das CSG direkt mit dem Empfänger verbinden und den angezeigten Wert notieren.
Mit diesem notierten Wert ergibt sich die gesuchte Dämpfung des zu prüfenden Leitungswegs:

Durchgangsdämfung = (Anzeige mit CSG direkt am Empfängereingang) - (Anzeige mit CSG über den zu prüfenden Leitungsweg)


Einbaubeispiel unter Verwendung des Teilesatz Gehäuse für CSG






zur Startseite